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  • Lukas Troberg

OPENING: V | 09.03.2018

Olga Holzschuh | F. Josefine | Beate Körner | Evelyn Loschy | So Young Park | Lisa Peters

Vernissage: 09.03.2018, 17:00 - 22:00 Uhr




Lukas Troberg und Vincent Rischer freuen sich, zur Vernissage der dritten Ausstellung im Kunstraum XXY einzuladen!


Gezeigt werden Malerei, Skulptur, Installation und Video.

XXY versteht sich als inderdisziplinärer Ort, der für alle Facetten künstlerischen Schaffens offensteht. Das Ziel ist es, einen Dialog zu schaffen, Menschen zu verbinden und Kreatives zu fördern. Als Brücke zwischen zwei Wohnhäusern und ein Hybrid aus Wohnzimmer, Atelier und Ausstellungsraum, versteht sich XXY explizit als ein Raum, der sich stets neu erfindet und keinem Genre unterordnet.

Leider ist der Ausstellungsraum nicht barrierefrei zugänglich.


Die Künstlerinnen


In ihren fotografischen Arbeiten, als auch Video-Installationen, beschäftigt sich Olga Holzschuh mit der Einwirkung und Auswirkung der digitalen Techniken auf das Subjekt und dessen Identität. Insbesondere untersucht sie hierbei zeitgenössische Gesten und Posen, in die der Körper sich durch die Nutzung dieser Techniken fügt. Weiterführend setzt sie sich aktuell mit dem Thema der Glätte auseinander. Glätte als eine Metapher, ein Zustand, in dem wir uns in der heutigen Gesellschaft befinden (Byung-Chul Han, 2015).


F. Josefine arbeitet mit sehr unterschiedlichen Materialien, welche ihr im Alltag durch Zufall begegnen und sie inspirieren. Die Arbeit "V" ist im Rahmen der Ausstellung („Feel the V“, Oktober 2017, Berlin) des Künstler*innenkollektivs Vulvae entstanden. Wie alle ihre Werke bezieht sich auch diese Arbeit auf den Versuch, eine künstlerische, neue und wertungsfreie Bildsprache für die Vulva und Weiblichkeit* zu schaffen. Gleichzeitig soll sie zu einem postfeministischen Diskurs anregen.

Beate Körner beschäftigt sich mit Elementen, die im Vergessenen oder dem Jenseits unserer Erinnerung liegen. Ihre Arbeit zeichnet sich aus durch eine radikale Verschiebung des Fokus in Richtung dieser Zonen der (Un-) Sichtbarkeit. Momente des Erstaunens und Intervalle der visuellen Ohnmacht in einem mechanisierten Fluss von Ereignissen prägen ihr Werk. Diese Inspiration ist durchzogen von Themen wie reifizierter Abwesenheit, nicht-linguistischer Sprache und des Erfahrens von Zeit. In ihrem künstlerischen Werk strebt sie aktiv an, ein Element der Verstörung in vertraute Szenerien einzuführen, was einen transformativen Prozess lanciert, der performative Strategien, aber auch Videoinstallation, Text und Formen der Zeichnung beinhaltet. – Hanin Hannouch


Evelyn Loschy, geboren in Graz, studierte „Transmediale Kunst" bei Brigitte Kowanz an der Universität für angewandte Kunst Wien (Diplom 2013), sowie „Audiovisuelle Kunst" an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam. An der Universität der Künste Berlin studierte sie konstruktive, multimediale Skulptur und Medienkunst. Loschy ist Mitbegründerin von „Lafin C'estmerde" (Verein für interdisziplinäre Kunstproduktion und –rezeption) und Schlagzeugerin der Artrockband „Perlen für die Säue". Loschy arbeitet mit einer Vielzahl an Materialien und Methoden, von Video, Fotografie, Land Art und ortsspezifischen Interventionen bis hin zu kinetischen, (auto)destruktiven Skulpturen, die in den letzten Jahren den Schwerpunkt ihres Schaffens darstellen.


Aufgrund ihrer Schemenhaftigkeit wirkt die Bildsprache der Arbeiten von So Young Park rätselhaft. Ihre Werke fordern förmlich dazu auf, ihre Sehgewohnheiten zu überwinden und die kryptischen Motive, abstrakten Elemente und verborgenen Bildteile durch Spekulation und Imagination mit Bedeutung aufzuladen. Geometrische und amorphe Formen mit gemischter Metallicfarbe durchdringen sich auf den Leinwänden, changieren zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und erzeugen metaphysische Räume. Die multiperspektivische Darstellungsweise ermöglicht es den Betrachtenden, die zum Teil abstrakten und surrealen Motive spielerisch zu interpretieren. In einigen Werken finden sich Anspielungen auf Landschaften oder Stillleben wieder. In anderen Werken evozieren die Plastizität vortäuschenden Formen Architektur oder alltägliche Gegenstände wie u.a. Kleidung, Mobiliar oder Himmelskörper. Konkret einlösen beziehungsweise eindeutig benennen lassen sich diese Assoziationen jedoch nie. Die klare Strukturiertheit und optische Reduktion der Kompositionen ermöglicht es, meditativ und affektiv in die Bilder So Young Parks eintauchen zu können.


„Die Rinden der Bäume, die Häute der Insekten, die Haare und Federn der Tiere, selbst die Oberhaut des Menschen, sind ewig sich absondernde, abgestoßene dem Unleben hingegebene Hüllen, hinter denen immer neue Hüllen sich bilden, unter welchen sodann, oberflächlicher oder tiefer, das Leben sein schaffendes Gewebe hervorbringt.“ (Johann Wolfgang von Goethe)


Lisa Peters' aus Birkenrinde zusammengesetzte Skulptur "Membrana Ex Mihi – Die Haut an mir" wirkt wie der Rest einer zurückgelassenen Hülle, die im Gehen abgestreift wurde. Was zuvor noch die notwendige Funktion der Formgebung und des Zusammenhalts hatte, ist jetzt ein Relikt, ein überwundener Zustand, der etwas Neuem gewichen ist. – Ferial Nadja Karrasch


Was das Werk der teilnehmenden Künstlerinnen vereint, ist die spielerische Auseinandersetzung mit der Ästhetik des Alltäglichen, aber auch mit Fragen zu Identität und Individualität in einer Gesellschaft, die sich immer mehr in eine Richtung des Standardisierten, des Stereotypen, der rigorosen Nivellierung zu bewegen scheint.

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